SOKRATES

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Die Absicht:

Diese Photodokumentation soll zunächst eine neutrale Zustandsbeschreibung der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg am Ende des 2. Jahrtausends n. Chr. sein. Gemeinsamer Nenner und Leitfaden durch die Photographien ist die Büste des Sokrates. Er ist der herausragende Vertreter der antiken griechischen Philosophie, auf die wir uns heute noch berufen. Sokrates hatte vom Heiligtum des Apollon in Delphi den Orakelspruch erhalten, er sei der weiseste aller Griechen. Im Bewusstsein, selbst ein Nichtwissender zu sein, begriff der dies als Aufforderung, das Wissen seiner Zeitgenossen genauer zu untersuchen. Das Ergebnis seiner "Feldforschung" und seiner Befragungen steht heute in den Dialogen und der Apologie nachzulesen, die Platon verfasst hat. Sokrates' gedanklicher Ansatz erscheint auch heute noch durchaus sinnvoll.

Die Büste des Sokrates ist aus Gips. Sie wurde 1875 unter der Nummer I 82 in die Antikensammlung aufgenommen. Sie ist ein Abguss einer römischen Marmorbüste, heute im Louvre in Paris, die selbst wiederum die Kopie eines Sokratesbildes der Hellenistischen Zeit ist. Die Büste steht bisweilen auf einem Holzsockel, der zur Erstausstattung der 1857 gegründeten Antikensammlung gehört. Büste wie Sockel sind damit auch Sinnbild der Universität alter "Humboldt'schen" - und humanistischer - Prägung.

Die Photodokumentation will versuchen, am Ende des zwanzigsten Jahrhunderts die Suche des Sokrates wieder aufzunehmen und bildlich festzuhalten, denn reden kann seine Büste natürlich nicht. Die Photographien setzen die Büste und damit sowohl klassisch antike Philosophie wie das Bildungsideal des 19 Jahrhunderts ins Umfeld der "Massenuniversität" des späteren zwanzigsten Jahrhunderts.



Begleiten sie Sokratesauf seiner Suche.


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Martin Boss
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aktualisiert am 17. März 2008 um 17:45 Uhr