Bilder von Göttern und Helden

6. Jahrhundert v. Chr.


Seit Beginn der in Korinth erfundenen schwarzfigurigen Vasenmalerei kommt der Darstellung der menschlichen Figur eine immer größere Bedeutung zu. Meist handelt es sich aber nicht um normale, sterbliche Menschen, sondern um Göttergestalten und mythische Helden.
Besonders naheliegend als Dekor der Amphoren, da sie ja Wein enthielten, war die Gestalt des Weingottes Dionysos sowie Szenen aus seinem Sagenkreis. Der weinselige Umzug, mit Hermes vorneweg und Hephaistos auf dem Maultier, bringt den völlig betrunkenen Gott der Schmiede mit der sanften Gewalt des Weines heim in den Olymp. Eine der bedeutenderen schwarzfigurigen Vasen in Erlangen ist, auch wenn auf ihr weder eine menschliche Figur noch ein Götter- oder Sagenbild dargestellt ist, die kleine Amphora mit je einem Pferdekopf auf beiden Seiten; sie ist die älteste der Amphoren und wurde noch vor der Jahrhundertmitte in Athen gefertigt.
Herakles, der sich als Sohn des Zeus und einer Sterblichen seine "Vollmitgliedschaft" unter den Göttern erst durch zwölf Heldentaten verdienen musste, ist eine Identifikationsgestalt aller Griechen. Er wird sehr gerne dargestellt, wie er mit dem nemäischen Löwen ringt; beliebt war auch der Zweikampf des Herakles gegen den dreileibigen Riesen Geryoneus.
Auf Vasen, die in Athen hergestellt wurden, ist allerdings oft auch Theseus dargestellt, das attische Pendant zum Ordnung schaffenden Helden Herakles; Theseus hatte den stiergestaltigen Minotauros besiegt und zugleich seine Heimatstadt Athen vom Joch des Kreterkönigs Minos befreit.

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Martin Boss
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aktualisiert am 4. April 2008 um 15:30 Uhr