Griechische Lebensart in Italien

7. – 6. Jahrhundert v. Chr.



Die neu gegründeten griechischen Kolonien in Unteritalien beeinflussten mit ihrer städtisch geprägten Lebensart auch die einheimischen Kulturen Mittelitaliens. Neben Grie­chen und Phöniziern waren zu dieser Zeit die Etrusker die dritte große Seehandelsmacht im Mittelmeer. Etruskische Städte entwickelten sich ab 600 v. Chr. zu wohl­habenden Metropolen, in denen eine rege Nachfrage nach Luxusgütern wie teurem griechischem Wein oder Öl aus Korinth bestand.
Schon bald aber wurden die importierten Salbölgefäße auch durch einheimische Töpfer so täuschend nachgeahmt, dass nur dem geschulten Auge der Archäologen ihr wah­rer Herstellungsort in Etrurien auffällt. In der Antike war bei flüchtigem Hinsehen wohl nicht zu entscheiden, ob jemand das teure Original oder aber ein wesentlich güns­tigeres einheimisches Produkt bei sich trug. Etruskische Handwerker waren aber weit davon entfernt, griechische Modeerscheinungen nur zu imitieren, sondern sie ent­wickel­ten trotz einzelner Übernahmen eine unverkennbare eigene Formensprache. Von weither wurde Rohmaterial wie Elfenbein eingeführt, das dann dem eigenen Ge­schmack gemäß zu feinsten Gefäßen weiterverarbeitet wurde.


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Martin Boss
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aktualisiert am 28. July 2010 um 16:42 Uhr