Gaben für die Toten

10 – 8. Jahrhundert v. Chr.



Nach der Vorstellung der Griechen musste den Verstorbenen Wegzehrung mit in das Grab gegeben werden; aber auch später wollten die Toten gut versorgt sein, damit sie nicht als Wiedergänger Unheil unter den Lebenden anrichteten. In der griechischen Sage verabschiedete sich der listenreiche Sisyphos beim Gott der Unterwelt mit der Aus­rede, er müsse nachsehen, wo die ihm zustehenden Totengaben eigentlich blieben, und kehrte so zu den Lebenden zurück.
Man kam seiner Verpflichtung nach,indem man zu bestimmten Tagen Gaben auf das Grab stellte oder sogar in Gemeinschaft mit den Toten dort verzehrte. Schüsseln und Näp­fe enthielten bei ihrer Auffindung bisweilen noch Eierschalen als dauerhafte Überreste solcher Totenspeisen; kleine, geflochtenen Körben nachempfundene Gefäße las­sen auch Brot oder Kuchen als Beigabe vermuten. Die Kannen mögen vor allem Wein als Getränk für die Verstorbenen enthalten haben.


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Martin Boss
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aktualisiert am 28. July 2010 um 16:42 Uhr