Schmuck von Bedeutung

10. – 8. Jahrhundert v. Chr.



Was wir heute einfach Schmuck nennen, diente in der Antike zunächst einmal ganz praktischen Zwecken. Lange Nadeln und Fibeln, die wie Sicherheitsnadeln funk­tionieren, hielten die Enden der meist aus rechteckigen Tuchbahnen bestehenden Kleidungstücke zusammen. Dabei mußten oft mehrere Lagen Stoff zusammengefaßt wer­den; daher die enorme Länge der Nadeln und der dicke, weit ausladende Bügel der Fibeln. Nicht nur als Schmuck dienten auch die vielgestaltigen kleinen Anhänger, die an Schnüren oder Bändern um den Hals oder über der Brust getragen wurden; als Amulette sollten sie den Träger vor allerlei bösen Einflüssen schützen oder als Glücks­brin­ger dienen.
Die meisten Schmuckstücke sind deshalb erhalten, weil sie den Toten als Bestandteil ihrer Kleidung mit ins Grab gegeben wurden. Daneben konnte Schmuck auch als Ge­schenk an eine Gottheit in deren Heiligtum niedergelegt werden. Wie heute galt dabei der Grundsatz: "Je größer, desto schöner".


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Martin Boss
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aktualisiert am 28. July 2010 um 16:42 Uhr