PRAETEREA GRANDE ARMARIUM IN ANGULO VIDI

Römische Kaiserzeit


In der Ecke habe ich einen großen Schrank gesehen, in dessen Ädikula silberne Laren aufgestellt waren, ein marmornes Bildwerk der Venus und eine nicht gerade winzige Pyxis, in der, wie man mir sagte, der erste Bart des Hausherrn aufbewahrt wurde.

Petronius, Cena Trimalchionis

In keinem römischen Wohnhaus durfte ein solches Hausheiligtum fehlen. Mit Vorliebe war es im Eingangsbereich der Häuser aufgebaut und hatte meist die Form eines Schreines oder kleinen Altarblockes; im einfachsten Fall tat es aber auch eine gemauerte Nische in der Wand. Darin wurden vor allem die Laren, die göttlichen Ahnherren der Familie, verehrt. Daneben stellten die Römer aber auch gerne Statuetten der Venus oder des Heilgottes Aesculapius auf. Durch sie versprachen sich die Hausbewohner Schutz vor allerlei Unbill - ganz ähnlich wie gelegentlich heute noch von Heiligenfiguren, Madonnen oder Kruzifixen. Alle diese Gottheiten wollten regelmäßig mit kleinen Zuwendungen bedacht sein.

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Martin Boss
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aktualisiert am 4. April 2008 um 16:30 Uhr