"Frau im Bild"

5. - 4. Jahrhundert v. Chr.


Im Gefolge des Weingottes Dionysos befinden sich immer auch Frauen. Diese Mänaden, weibliche Gegenstücke zu den dämonischen Satyrn mit ihren buschigen Pferdeschwänzen, waren vormals "normalsterbliche" Frauen, die nach Genuss des göttlichen Weines in orgiastische Ekstase verfallen waren. Ihr Name leitet sich von dem griechischen Wort für "rasend werden" ab. Bei den Festen zu Ehren des Weingottes Dionysos schlüpften ansonsten gesittete Bürgerinnen für einige Tage in eine entsprechende Rolle.
Die weitaus meisten Vasenbilder mit weiblichen Figuren zeigen Gestalten der Mythologie. Im übrigen beschränkt sich das Bild "echter" Frauen auf einige wenige Themen. Es sind vor allem Hochzeitsvorbereitungen, die in immer neuen Varianten zur Darstellung kommen, sei es die Vorbereitung und das Schmücken der Braut, sei es die Übergabe der Brautgeschenke. Folgt man den Vasenbildern, so brauchten die Frauen Athens, was Liebreiz und Schönheit betraf, den Vergleich mit der Liebesgöttin Aphrodite nicht zu scheuen - das jedenfalls sollen die sie begleitenden geflügelten kleinen Eroten besagen. Wesentlich seltener sind Darstellungen bei anderen Festlichkeiten oder bei der Totenklage.
Echte Alltagsszenen fehlen fast völlig.

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Martin Boss
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aktualisiert am 4. April 2008 um 16:15 Uhr