Das "gute Geschirr"

6. - 4. Jahrhundert v. Chr.


Die Masse der bemalten griechischenVasen, die auch das Bild der Antikensammlung in Erlangen bestimmen, stammt aus etruskischen Gräbern und vermittelt von dem tatsächlich und tagtäglich gebrauchten Geschirr in der Antike nur ein verzerrtes Bild.
Alltagsgeschirr war überhaupt nicht oder nur mit einzelnen umlaufenden Streifen bemalt. Ganz schwarz überzogene Gefäße dagegen bildeten das eigentliche "gute Geschirr".
Der feine Ton, der tiefschwarz glänzende und glasharte Glanzton und die ausgefeilte Handwerksarbeit zeigen, daß sie nicht zu den billigsten Tongefäßen gehören. Die zum Teil äußerst modern anmutenden Tassen waren wie auch die zweihenkligen Skyphoi in der Antike zum Weintrinken bestimmt.
Auf dem antiken Markplatz in Athen, der Agora, sind gleichartige Becher, Tassen und Trinkschalen gefunden worden, die durch ihre eingeritzte Inschrift "DEMOS" als Staatseigentum gekennzeichnet sind.

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Martin Boss
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aktualisiert am 4. April 2008 um 16:00 Uhr